Heimat unter Strom - Der neue Film von Leo Hiemer
(Daheim sterben die Leut', Leni, Hirnbein)
über die Windkraft im Allgäu

Dokumentarfilm, 80 Minuten, Deutschland 2013

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Leo Hiemer, Filmemacher: Warum ich diesen Film gemacht habe
Um was es in dem Film geht
Wer alles in dem Film zu sehen und zu hören ist (Mitwirkende)
Wer den Film gemacht hat (Team)
Kurzfilmografie Leo Hiemer
Fotos
Plakat

Trailer

Inhaltsangaben in vier Längen-Versionen
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Riesenwindmühlen im Allgäu? Muss das sein oder treibt hier die Energiewende merkwürdige Blüten? Der Allgäuer Filmemacher Leo Hiemer nimmt die Windriesen unter die Lupe.
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Riesenwindmühlen im Allgäu? 200 m hohe Anlagen sollen die Energiewende voran bringen. Die Politik sucht nach Räumen für die Windriesen, Investoren lauern auf lukrative Projekte, Bürger befürchten das Schlimmste. Auch bei Leo Hiemer wachsen die Zweifel. Bei seiner Reise durchs Land begegnen ihm glühende Befürworter wie engagierte Gegner. Ist diese Energiewende noch zu retten?
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Riesige Windräder auf Allgäuer Höhen – diese Aussichten setzen auch Leo Hiemers Heimat derzeit regelrecht „unter Strom": Die Einen wittern in der hausgemachten grünen Energie eine lukrative Quelle der regionalen Wertschöpfung, die Andern sehen sich selbst, Natur und Landschaft für einen höchst zweifelhaften Nutzen in Mitleidenschaft gezogen. Nicht zuletzt liegt das an den Dimensionen der neuen Anlagen: 200 Meter incl. Rotor und bald soll es noch höher hinaus gehen! Den unvermeidlichen Strohhut auf dem Kopf macht sich Hiemer auf die Socken und inspiziert seine „Heimat unter Strom". Auf seiner Reise durchs Land begegnen ihm glühende Befürworter wie eingefleischte Gegner, Hiemer diskutiert mit Fachleuten und fühlt Bürgermeistern auf den Zahn. Auch die „große Politik" bringt der Allgäuer Filmemacher ins Spiel. Bei einem Besuch des Energiegipfels in Berlin wachsen die Zweifel: Ist diese Energiewende noch zu retten? Mit dem wild wuchernden Ausbau der Windkraft jedenfalls nicht. Alternativen sind also gefragt: Mehr Energie sparen, noch effektiver nutzen und kleine Lösungen für jedermann suchen. Hier könnte sich das Allgäu hervortun. - Wie die Sache ausgeht? Die Spannung steigt...
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Ist das Allgäu noch zu retten?
Der Allgäuer Regisseur Leo Hiemer hat einen neuen Film gedreht – und wieder geht es um ein
Allgäu-Thema, noch dazu um ein aktuelles und höchst brisantes.

In „Heimat unter Strom" widmet sich Hiemer den Auswirkungen der Energiewende im Allgäu. Sein
Befund: Vor allem die Bemühungen, riesige Windräder auf den Höhen des Allgäus aufzustellen,
setzten seine Heimat regelrecht „unter Strom".

Hiemer tritt selbst als Filmemacher vor die Kamera, stets den unvermeidlichen Strohhut auf dem
Kopf. Seinen Film lässt er mit einem Anruf beginnen, der ihn aufschreckt: In Hiemers Geburtsort
Maierhöfen im Westallgäu ist sein einstiger Hausberg, die Kugel, ins Visier der Planer geraten ist.
Drei Anlagen mit einer Gesamthöhe von 200 Metern seien dort geplant.

Hiemer macht sich auf die Socken, nimmt den Windpark Wildpoldsried in Augenschein, lässt sich
von kompetenter Seite erläutern, wo überall neue Anlagen in die Landschaft gestellt werden sollen
und sieht sich auch in Maierhöfen um, wo ihm mit Hilfe von Modellen drastisch vor Augen geführt
wird, was für einen landschaftlichen Paukenschlag drei Windriesen auf der Kugel bedeuten würden.
Hiemer landet in einer Info-Veranstaltung des Regionalen Planungsverbandes in Maierhöfen, der
unter der Leitung von Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse versucht, in einem neuen
Regionalplan „der Windkraft im Allgäu substantiell Raum" zu geben, diskutiert mit glühenden
Befürwortern, sucht eingefleischte Gegner auf, informiert sich bei Fachleuten und fühlt
Bürgermeistern vor Ort auf den Zahn.

Auch die „große Politik" bringt Hiemer ins Spiel, sieht sich auf einem Energiegipfel in der
Hauptstadt um. Ergebnis: Da wird ohne die viel beschworene „nationale Ausbaustrategie" weiter
drauflos geplant und gebaut. Bei Hiemer wachsen die Zweifel: Ist die Politik überhaupt in der Lage,
die selbst gestellte Aufgabe Energiewende zu bewältigen? Ja, ist die Energiewende noch zu retten?
Mit dem wild wuchernden Ausbau der Windkraft sicher nicht: Zu vielfältig sind die ungelösten
Probleme von Speicherung, Leitungen und Reservekraftwerken, ganz abgesehen von den
ökologischen Problemen, die Bau und Betrieb der Anlagen aufwerfen und dem Unfrieden, den die
Projekte in die Dörfer tragen.

Alternativen sind also angesagt. Hiemer präsentiert drei Beispiele: Die Firma MRT-Wind in
Dösingen/Ostallgäu stellt Windturbinen für den Hausgebrauch her, Markus Meyer in Kaufbeuren
demonstriert mit seinem „House of Energy", wie man schon heute den Energiebedarf im
Gebäudebereich drastisch reduzieren kann und bei Bosch in Blaichach begutachtet er nicht nur das
neue Wasserkraftwerk, das 70 % mehr Strom erzeugt als die alte Anlage, er lässt sich vom
technischen Direktor auch erklären, mit welchen Maßnahmen die Firma innerhalb weniger Jahre
25 % Energie einsparen will.

Es gibt also durchaus Alternativen, mit denen sich das Allgäu als nachhaltig wirtschaftende Region
profilieren könnte. Dennoch werden auch im Allgäu weiter munter Windkraftanlagen geplant und
gebaut. Der Druck der Investoren, ihre Schäfchen in Gestalt garantierter Vergütungen für 20 Jahre
noch ins Trockene zu bringen, bevor ein neues EEG (Erneuerbare Energien-Gesetz) die Bilanz
verhagelt, ist groß. Die Entscheidung des Regionalen Planungsverbandes über neue Vorranggebiete
für die Windkraft steht noch aus. Die Frage, ob das Allgäu noch zu retten ist, muss bis zum
Abschluss des Verfahrens offen bleiben.

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Leo Hiemer, Filmemacher: Warum ich diesen Film gemacht habe

"Letztes Jahr im Sommer war es, da hat mich einer angerufen aus meinem Dorf, aus Maierhöfen im Westallgäu. Da bin ich geboren und in die Schule gegangen. Mein Vater hatte da einen Bauernhof zu Füßen der Kugel. Das ist der höchste Berg im Landkreis Lindau. Der ist über tausend Meter hoch. Der Mann erzählte mir, dass da oben drei Windkraftanlagen mit 200 Metern Gesamthöhe gebaut werden sollen. Mir war gar nicht klar, dass die Dinger mittlerweile wirklich so groß sind.
Seit es sie gibt, hab ich immer "Die Grünen" gewählt. Ich war auch immer für Öko, für Basisdemokratie und Friedensbewegung und gegen Atomkraft und so. Dass die Merkel die grünen Ideen nach Fukushima übernommen hat und aus der Atomkraft endlich aussteigen will, finde ich schon gut. Energiewende ist zwar ein dämliches Wort, aber Strom aus Sonne, Wind und Biomasse zu machen, ist absolut okay. Aber was der gewaltige Ausbau der Erneuerbaren für unsere Lebensumwelt auf dem Land, für uns im Allgäu, bedeutet, daran hatte ich noch nicht sehr viele Gedanken verschwendet.

Aber jetzt versuchte ich mir vorzustellen, wie das wäre, wenn das kleine Maierhöfer Tal von solchen Riesenanlagen überragt würde. Die würden ja den ganzen Berg, der vielleicht 250 Meter über die Talsohle aufragt, in den Schatten stellen. Da kriegte ich zunächst mal ein komisches Gefühl. Und dann begann ich mich zu informieren und stellte fest, dass fast an vielen Stellen im Allgäu Windräder geplant werden. Viele Leute, die ich traf, sagten das, was ich kurz zuvor auch noch gesagt hatte: Dass man Windräder für die Energiewende auch im Allgäu brauche. Aber da war ich mir bald nicht mehr so sicher. Und ich beschloss, einen Film über die Windriesen im Allgäu zu drehen."

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Um was es in dem Film geht

Die Energiewende ist in aller Munde - Strom aus Wind, Sonne und Biomasse boomt - doch sie treibt auch manch merkwürdige Blüte. Mit einer dieser Fehlblüten beschäftigt sich HEIMAT UNTER STROM: mit Riesenwindmühlen auf Allgäuer Höhen.
Im Allgäu gibt es schon ca. 60 Windräder und es sind noch viel, viel mehr geplant. Die höchsten messen ca. 180 Meter incl. Rotor. Aber das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange! Es soll noch deutlich höher hinaus gehen! Nach dem Willen der Windkraft-Apostel sollen sie auch wesentlich näher an die Alpenkette rücken.

Den Weg dafür will der Regionale Planungsverband Allgäu frei machen. Einen neuen Regionalplan soll es geben, der der Windkraft im Allgäu "substantiell Raum gibt". Doch die Arbeit gestaltet sich schwierig - und langwierig. Derweil wird fleißig weiter geplant und gebaut.

Bei der Energiewende gibt es indess mehr Hiobs- als Frohe Botschaften: Der Strompreis steigt unaufhörlich, Windparks in der Nordsee kommen nicht ans Netz, hochmoderne Gaskraftwerke erweisen sich als unrentabel, derweil laufen Kohlekraftwerke auf Teufel komm raus und killen weiter unser Klima. Versackt die Energiewende im großen Kuddelmuddel?

Das Land wird mit tausenden von Kleinkraftwerken überzogen, gigantische Photovoltaik-Kapazitäten auf Dächern und Feldern geschaffen, Heerscharen von Traktoren schleppen Mais von Plantagen zu Biogasanlagen, Windräder höher als das Ulmer Münster werden zu Hauf in die Landschaft gestellt und der Stromkunde garantiert all diesen Produzenten auf 20 Jahre feste Abnahmepreise, was schon jetzt an die 20 Milliarden kostet, während Großverbraucher von Abgaben befreit werden. Die Frage drängt sich auf: Gibt es da keine "intelligenteren" Lösungen?

Es gibt sie – und auch damit beschäftigt sich HEIMAT UNTER STROM.

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Wer den Film gemacht hat

Regie
Leo Hiemer

Kamera
Marian Czura
Bahman Kormi
Michael Ruf
Samira Oberberg
Leo Hiemer

Kamera Berlin
Stefan Rochlitz

Octocopter
Eren Karaman, ek-photo, Sonthofen

Ton
David Rädler
Britta Kastern
Steffen Müller
Kolja Doerk
Guido Petzold
Alexander Böhm

Aufnahmeleitung
Toni Jehle

Schnitt
Britta Kastern

Colour-Grading & DCP
Xaras Media, Frankfurt a. M.

Audio-Postproduktion
David Rädler (Mischung)
Betram Bär
Analog Audio Postproduction GmbH, Olching

Musik
Matthias Preisinger

Zuspieler
Spot "Der Energieriese" mit freundlicher Genehmigung von RWE "Jetzt red i", Sendung vom 17.10.2012, mit freundlicher Genehmigung der TELEPOOL

Animation
ili/gis-services, Freising

Spezieller Dank an
Familie Rainalter, Hanuselhof, Hellengerst
Bertold Kastl, MovieTech AG, München
sowie an alle Leute, die diesen Film unterstützt haben.

Eine Produktion der Leo Hiemer Filmproduktion 2013

Download: Das Team (Rechtsklick - Speichern Unter)

Wer alles in dem Film zu sehen und zu hören ist

Reinhold Faulhaber, Hochgreut, 1. Vorsitzender der ILKA e.V. (Initiative Landschaftsschutz Kempter Wald & Allgäu e.V.)
Ursula & Uwe Nix, Ettensberg
Xaver Müller, Altbauer, Maierhöfen
Michael Buhl, Modellbauer, Sibratshofen
Stefan Bosse, Oberbürgermeister von Kaufbeuren und Vorsitzender des Regionalen Planungsverbands 16 (Allgäu)
Arno Zengerle, Bürgermeister von Wildpoldsried
Dipl. Ing. Martin Sambale, Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrums Kempten (eza!)
Dr. Gert Kemper, u.a. ehemaliger Referatsleiter im Bundesumweltministerium, Maierhöfen
Dr. med. Andreas Rhein, Strahlentherapeut und Hobbyjäger, Kaufbeuren
Manfred Hauser, Bürgermeister von Markt Kaltental
Michael Lucke, Geschäftsführer der Allgäuer Überlandwerke (AÜW)
Dr. Ulrich Netzer, Oberbürgermeister von Kempten
Günter Eberlein, Kunsterzieher, Markt Rettenbach
Thomas Hartmann, Vorsitzender der Fraktionsgemeinschaft Bündnis 90/Die Grünen und Kempt'ner Frauenliste im Kemptner Stadtrat, Oberbürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen
Gebhard Kaiser, Landrat des Oberallgäus Horst Seehofer, Ministerpräsident von Bayern
Peter Altmaier, Bundesumweltminister
Angela Merkel, Bundeskanzlerin
Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin von Thüringen
Reinhold Hettrich, Planungsbüro PAN, München
Thomas Frey, Regionalreferent des Bund Naturschutz Schwaben
Armin Schaupp, Bürgermeister von Immenstadt
Wolfgang Michalke, Geschäftsführer der Windstrom Süd GmbH Kaufering
Neil Cook, CEO der MRT-Wind GmbH, Multi Resource Technologie, Dösingen
Markus Meyer, Geschäftsführer der AIROPTIMA, „House of Energy", Kaufbeuren
Rupert Hoellbacher, Technischer Werkleiter der Firma Bosch, Blaichach

Die „Stimme" gehört
Jochen Striebeck

Den Filmemacher spielt
Leo Hiemer

Download: Die Mitwirkenden (Rechtsklick - Speichern Unter)

Kurzfilmografie

Der Durchbruch gelang dem studierten Historiker und Germanisten 1985 mit dem Allgäu-Kultfilm „Daheim sterben die Leut'", den er mit Klaus Gietinger und der legendären „Westallgäuer Filmproduktion" gedreht hat. Internationale Auszeichnungen heimste er 1994 für sein Allgäuer Holocaust-Drama „Leni ...muss fort" ein. Seine Liebesgeschichte in einer Behindertenwerkstätte „Komm, wir träumen!" brachte er 2005 eigenhändig ins Kino. Zuletzt machte er mit einer Dokumentation und einer hoch gelobten Biografie über den großen Allgäuer Carl Hirnbein von sich reden. Hiemer wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kulturpreis Bayern, dem Allgäuer Friedenspreis und dem Westallgäuer Heimatpreis.
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Der Regisseur Leo Hiemer
(Daheim sterben die Leut', Leni, Hirnbein)

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"Wenn man unsere Landschaft auf diese Art und Weise zerstört, ist man nicht auf dem richtigen Weg."

Xaver Müller, Altbauer zu Maierhöfen

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"Die meisten Leute kostet das ein müdes Schulterzucken, aber wenn die Teile dann erst da stehen, dann schauen sie blöd aus der Wäsch'."

Michael Buhl, Sibratshofen, Modellbauer

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"Der Stadtgrüne hat die Sensibilität für die Landschaft nicht. Der sieht nur Ökologie und Ökologie und Ökologie."

Günter Eberlein, Markt Rettenbach

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Leo Hiemer diskutiert mit Thomas Frey vom Bund Naturschutz.

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"'Energiedorf" Wildpoldsried - Blick aus dem Rathaus auf Windräder.

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"Wir opfern jetzt nicht unsere wunderschöne bayerische Landschaft für die Energieversorgung."

Horst Seehofer,
Bayerischer Ministerpräsident

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